Woher kommen Nackenschmerzen? Wie kann man sie selbst behandeln?

Die meisten von uns haben sicher schon einmal die Erfahrung gemacht, dass sie ihren Kopf nur schwer oder gar nicht mehr richtig drehen oder bewegen können. Jede Bewegung ist eine Qual.

Der Schulterblick im Auto ist nur mit viel Mühe und Schmerzen möglich.


Manchmal sogar mit unangenehmen Kopfschmerzenm Schwindel oder Tinnitus als Begleitsymptome. Dafür kann es viele verschiedene Ursachen geben. Meist entstehen diese Probleme in harmlos erscheinenden Situationen. Jede schnelle oder ruckartige Kopfbewegung im Alltag oder im Sport kann solche Verspannungen auslösen.


Im Alltag wird die Belastbarkeit unserer Nackenmuskeln häufig überschritten durch langzeitige Belastungen, die durch unbewusstes Anspannen der Muskeln bei starker Konzentration oder im Stress entstehen. Vor allem auch die einseitige Körperhaltung am Arbeitsplatz ist eine bekannte Ursache. Natürlich kann das Tragen zu schwerer Lasten im Alltag oder erhöhte Trainingsbelastungen im Sport auch dazu führen.



Morgens Nacken- und Kopfschmerzen?

Haben Sie vor allem morgens Nacken- und Kopfschmerzen, welche im Laufe des Tages besser werden, spricht das dafür, dass Ihre Verspannungen in der Nacht entstehen. Weit verbreitet ist das Knirschen und Pressen der Zähne (Bruxismus). Aber auch andere Funktionsstörungen im Bereich des Kiefers (CMD) können ungewolltes anspannen der Nackenmuskeln fördern.



Die Augen sind schuld?

Eine andere Ursache der Entstehung dieser Nackenprobleme kann im visuell-optischen Bereich liegen. Unerkannte Sehschwächen und Augenprobleme hängen sehr eng mit Nackenbeschwerden zusammen. Umgekehrt können Nackenprobleme aber auch Augenprobleme und Sehschwächen auslösen.



Weitere Ursprünge

Auch entferntere Regionen können Einfluss auf Verspannungen des Nackens haben.

Auch Funktionsstörungen des Darms (z. B. durch Nahrungsmittelunverträglichkeit) können über neurologische und mechanische Verbindungen aus unserem Bauchraum können Beschwerden der Hals und Nackenregion auslösen. Sobald auch Symptome wie Taubheit, Kribbeln, Brennen oder Kraftverlust in den Armen, Händen oder Fingern auftreten, ist ein Gang zum Arzt oder Therapeuten unumgänglich.

Lassen sich Nackenbeschwerden durch Selbstbehandlung nicht innerhalb weniger Tage nachhaltig beseitigen oder deutlich reduzieren, sollte man einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen, um der Ursache der Probleme auf den Grund zu gehen.




Schnelle Lösung gesucht?

Nackenverspannungen lassen sich aber direkt behandeln und gut lösen, was man auch tun sollte! Dies kann Beispielsweise durch eine gezielte Selbstbehandlung erfolgen, womit sich meist schon eine deutliche Linderung der Beschwerden oder sogar Beschwerdefreiheit erreichen lässt.


Was wird behandelt?

Es gibt unterschiedliche Erklärungsansätze, wie es zu schmerzhaften Verspannungen im Gewebe kommen kann. Wenn sich unser Nacken verspannt, zeugt das von lokalen Stoffwechselstörungen durch Sauerstoff- (Hypoxie) und Flüssigkeitsmangel im Muskel- und Fasziengewebe. Das Gewebe, welches sich bei Bewegung zusammen- und auseinanderziehen sollte, reagiert mit einer Schutzspannung, welche wir in Form von Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen im Nacken merken. Dabei handelt es sich häufig um sogenannte Triggerpunkte, die man als feste kleine Verhärtungen ertasten kann.


Was sind Triggerpunkte und wie behandelt man diese?

Triggerpunkte können Beweglichkeit, Kraft und Dehnungen stark einschränken und dabei Schmerzen verursachen. Dieser Punkt kann durch starken Druck über einige Sekunden gehalten werden, bis er sich löst. Durch den starken Druck wird das Gewebe quasi gezwungen, sich zu entspannen und der Stoffwechsel wird wieder normalisiert, indem das umliegenden Gewebe wieder mit Sauerstoff und ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. Die Schmerzen lassen sofort nach und die Beweglichkeit des Gewebes wird wieder hergestellt.


Was sind Triggerbänder und wie behandelt man diese?

Anders als beim Punkt handelt es sich bei einem Triggerband um linienförmige Spannungsverläufe.


Dieser Spannungsverlauf ist ebenfalls schmerzhaft bei Dehnung oder Anspannung der entsprechenden Muskelgruppen, sowie jeder Bewegung, an der der betroffene Muskel beteiligt ist. Kennzeichnend für ein Triggerband ist ein starker, brennender und ziehender Schmerz im linienförmigen Verlauf.




Triggerband? Woher weiß ich das?

Oftmals ist es am Anfang schwer von einer "ernsthaften Verletzung" zu unterscheiden, da starke Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und manchmal auch Schwellungen auftreten können.

Der Unterschied zu einer ernsthaften Verletzung (z.B. Muskelbündelriss) ist der, das die Funktion des betroffenen Muskels relativ schnell durch eine entsprechende Behandlung wiederhergestellt werden kann. Das heisst kurz gesagt, wenn eine Triggerband-Behandlung hilft, war es ein Triggerband.

Die Behandlung besteht aus dem Lösen der verklebten Faszienstrukturen, indem man mit dem Daumen oder einem Hilfsmittel durch den schmerzhaften Spannungsverlauf mit angemessenen Druck „durchzieht“.




Selbstbehandlung von Triggerpunkten und Triggerbändern

Über gezielte manuelle Behandlungstechniken können wir also den Stoffwechsel im Gewebe wieder normalisieren und damit die Spannungen und Schmerzen lösen- dazu gibt es unterschiedlichste Hilfsmittel.


" Wichtig ist die geeignete Auswahl "


Sogenannte Foamrolling-Produkte sind meistens zu großflächig, um den notwendigen punktuellen Druck zu erzeugen.

Ideal für die Triggerpunkt-Behandlung sind daumengroße Hilfsmittel, mit denen Druck auf einen Punkt ausgeübt werden kann. Kann das Hilfsmittel zusätzlich an der Wand fixiert werden, damit es nicht wegrutscht erhält man deutlich mehr Kontrolle und Präzision und kann deutlich effizienter behandeln.


Bei der Triggerband-Behandlung gibt der Markt momentan nur wenige Produkte her, mit dem eine gezielte Selbstbehandlung eines Triggerbandes möglich ist.


Wir von Freeceps haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Eigenbehandlung von Triggerbändern verantwortungsbewussten und motivierten Menschen zugänglich zu machen.

Wichtig dabei ist hier vor allem die stabile Fixation des Hilfsmittels, damit neben ausreichend Druck und Kontrolle, auch Reibung auf der Haut und dadurch Quer-Spannung im Gewebe erzeugt werden kann.


Unter Anleitung eines geeigneten Therapeuten (Geschult in FDM) oder einfach mit Hilfe von den Freeceps Video-Tutorials und Anleitungen, steht einer gezielten und erfolgreichen Selbstbehandlung nichts im Wege.

Ja, die Behandlung selbst wird schmerzhaft sein, wieso das OK ist und wieso es hilft könnt ihr hier lesen.